Richtig sitzen, Richtig stehen

Nortex fördert Ergonomie am Arbeitsplatz

Neumünster. „Den Monitor sollten Sie fünf bis zehn Zentimeter höher stellen“, rät Till-Hinrich Kahl, Betriebsarzt bei Nortex. Der Mediziner hat vor Kurzem die Arbeitsplätze im Neumünsteraner Modehaus am Grünen Weg unter die Lupe genommen – und hier und da Verbesserungsvorschläge platziert. Ziel ist es, Arbeitsunfällen und von der Arbeit bedingten Erkrankungen vorzubeugen.

Je nach Tätigkeit und Arbeitsplatz im Unternehmen fallen diese Vorschläge ganz unterschiedlich aus. Im Marketing etwa gab Kahl dem Nortex-Mediengestalter Marek Brozy wertvolle Tipps: Ab und zu im Stehen zu arbeiten, sei bei einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit am Schreibtisch sinnvoll, so der Arbeitsmediziner. Dadurch werde zum einen die Durchblutung gefördert, zum anderen werden andere Muskeln als im Sitzen beansprucht. Bei letzterem sind die Beine angewinkelt, was bei falscher Einstellung der Stuhlhöhe zu Problemen führen kann. Zwei Mal eine halbe Stunde stehend zu arbeiten, sei daher ein gutes Ziel.

Sowohl im Stehen als auch im Sitzen sei es wichtig, ein gutes Mittelmaß zwischen entspannter und aufrechter Haltung zu finden: Wenn man sitzt, sollten Rücken und Gesäß direkt an der Stuhllehne angelehnt werden. Der Kopf sollte weder nach oben oder unten noch auf Dauer seitlich gerichtet sein, um Nackenprobleme zu vermeiden – als ideal gilt eine lockere Haltung, die den Augen entspannt die Sicht geradeaus auf den etwa 60 bis 70 Zentimeter entfernten Bildschirm ermöglicht. Ellenbogen und Knie sind bei einem 90-Grad-Winkel in optimaler Position.

Schließlich gab Kahl einige Hinweise, um die berüchtigte „Maus-Hand“ zu vermeiden: Für Vielbenutzer ist hier ein ergonomisches Maus-Werkzeug wichtig, dass beim Arbeiten eine von der Anatomie natürlich vorgebene Haltung ermöglicht. Natürlich ist dabei für Hand und Unterarm eine Haltung, als würde man ein auf dem Tisch stehendes Glas umfassen – und zwar nicht zu weit vom Körper entfernt. Je mehr Hand und Unterarm horizontal gedreht sind, desto ermüdender ist das Benutzen der Maus für Gelenke, Muskeln und Sehnen.